Chéngdū Reise Teil II (2008, Jakob T.)


Hier noch ein Bericht von meiner ersten Reise nach Chengdu (2008). Den Bericht habe ich damals für meine Freunde und Bekannten geschrieben, denen diese Geschichte sehr gut gefallen hat. Der Besuch dieses riesigen Museums hat mich mit seiner Darstellung und Geschichte ungeheuer beeindruckt. Daher hoffe ich, dass es sicher andere Sinophile gibt, die das interessiert. Auf alle Fälle würde ich mich freuen, wenn Sie dies einer grösseren Leserschaft bekannt machen können.

Freundlichen Gruss
Jakob Troller

Nimen hao!

Sedimentschichten KulturepochenJinsha gehoert zu den aeltesten kultivierten Siedlungen der Menschheit. Erste menschliche Spuren in der Chengdu-Ebene finden sich zurueck bis in die praehistorische Steinzeit, etwa vor rund 5’500 Jahren. Die Urspruenge der Polis reichen bis zirka 4’500 Jahre zurueck. Die Zeit der Entstehung und die Entwicklung des kulturell entwickelten Stadt-Staates entspricht in etwa derjenigen Mesopotamiens im Zweitstromland Euphrat-Tigris. Beide liegen ungefaehr auf dem selben Breitengrad im Festlandinnern und weisen ein kontinentales Klima auf. Besonders in der suedlichen Region Sichuans herrschte ein mildes Winterklima vor.

Die historischen JinSha Staetten liegen im Suedwesten China’s in der Sichuan Provinz. Diese gehoert geografisch zum Sichuan-Tibet Plateau und der Sichuan Tiefebene. Im Westen dieses Gebietes liegt die nahezu 10’000 kM2 grosse Chengdu-Ebene. Diese wurde waehrend des Alluviums durch die Fluesse Minjiang, Shiting Jiang und Mianyuan ausgebildet. Von Nordwesten her auf 750 M.ue.M faellt die Ebene gegen Suedosten bis etwa 400 M.ue.M. ab (ein grober Vergleich laesst sich mit dem Aargauer Wassertor der Fluesse Aare, Reuss und Limmat ziehen). Die Chengdu Ebene liegt an den Urspruengen des Yangtze Stromes.

Archeologische AusgrabungsstaettemuseumIn der suedlichen Flussebene herrschte subtropisches Monsunklima. All die vier Jahreszeiten wurden bestimmt von warmem und feuchten Wetter. Aufzeichnungen aus dem Huayang Koenigreich bezeugen, dass die Geschichte von Shu (im der Shu Region) immer nur fruchtbares Land ohne Duerre und Ueberschwemmungen kannte. Es wurde als Himmel auf Erden besungen. Die hier lebenden Leute haetten niemals Hungerjahre gekannt. Der Herrscher Zhuge Liang des Shu Koenigreiches waehrend der Drei-Koenigsreichperiode bezeichnete Yizhou, wie Chengdu in der Han Dynastie hiess, als ein auesserst fruchtbares Gebiet von grosser strategischer Bedeutung. Hatten doch die Bewohner sehr unter der raeuberischen und gewaltaetigen kriegerischen Einfaellen aus dem Norden sehr zu leiden. Davon zeugen auch mehrere Schutz- und Verteidigungswaelle.

Great Wall DeyangDas groesste Bauwerk, die grosse, chinesische Mauer verlief etwa 30 bis 40 kM noerdlich in der heutigen Stadt Deyang. Die verschiedenen Stufen der Kultur teilen sich ein in die der Baodun Kultur (vor 4’500 bis 3’700 Jahre), der Sanxingdui Kultur (vor 3’700 bis 3’200 Jahre), welche unter mysterioesen Umstanden kollabierte, der 12-Bruecken Kultur (vor 3’200 bis 2’600 Jahre) und die der Zivilisation der spaeten Shu Periode (ca 600 v.Chr. bis 316 v.Chr.), die von der Qin Dynastie ausgeloescht wurde um spaeter in die Han Kultur integriert zu werden.

GoldfundstueckeVon der meisterhaften Handwerkskunst aller dieser Kulturen zeugen archeologische Funde. Zu den beruehmtesten zaehlen die Sonnen-Gott-Vogel Folie und eine Maske je aus Gold, Behaeltnisse, Schmuck und Machtinsignien aus Jade, ziselierte Bronzeskulpturen, Elfenbeinschnitzerein und fein gearbeitete Steinobjekte, sowie tausende von Tonkruegen und -toepfen. Die heutige Stadt Chengdu hat soviele Einwohner wie die Schweiz und ist die viertgroessete Stadt China’s.

Die Bilder moegen mehr sprechen als viele noch geschriebene Worte.

Die Website
www.jinshasitemuseum.com
enthaelt viel Wissenswertes und Unterhaltsames.

Zaijian
Kobi




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