百发百中


China – das Land des Lächelns – wollte ich schon immer einmal besuchen. Dieses Jahr habe ich es dann endlich geschafft. Weil man bei einer Rundreise, die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten erlebt, habe ich mich für eine China Rundreise entschieden und bei rundreisen-team.de gebucht

Tag 1 und 2: Ankunft in Peking

Ich fliege mit meiner Schwester von Frankfurt/Main mit einem Nachtflug nach Peking. Nach der Landung begrüßt der Reiseleiter uns und die anderen deutschen Gäste, die ebenfalls an der China Rundreise teilnehmen. Wir werden also nicht die einzigen Deutschen auf dieser Reise sein. Unser Reiseleiter ist ein herzlicher Chinese, der mehrere Jahre in Deutschland gelebt hat und exzellent, aber sehr hektisch Deutsch spricht. Bevor wir in den Transferbus zum Hotel steigen, drückt er uns noch Informationsmaterial über den Reiseverlauf in die Hand. „Über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten“, sagt er, doch es ist ein ganz schön dicker Stapel. Weil es erst früher Nachmittag ist, fahren wir mit dem Taxi auf eigene Faust zum Tian’anmen Platz, dem Platz vor dem Tor des himmlischen Friedens. Hier fanden 1989 Studentendemonstrationen statt, die ein sehr trauriges Ende nahmen. Davon merkt man als Tourist heute fast nichts mehr. Der Platz ist wahnsinnig groß und trotzdem herrscht hier immer ein reges Treiben. Bevor wir zum Hotel zurückfahren, besichtigen wir noch das Mao-Mausoleum und das Vordere Tor, das früher ein Teil der Stadtmauer Pekings war und die Südstadt von der Inneren Stadt trennte.

Tag 3: Große Mauer und verpasste Peking-Oper

Gleich vormittags fahren wir mit dem Bus zur Großen Mauer bei Badaling und danach weiter zum Sommerpalast Yihe Yuan. Um den Palast herum ist ein wunderschöner Garten mit dem Kunming-See. Wir laufen über die elegante Siebzehn-Bogen-Brücke auf die kleine Insel im See und genießen den Blick auf den Palast. Ich finde es wunderschön und bin ganz verzückt von den dunkelroten Säulen und den filigranen Dächern des Palastes. Danach geht es zurück nach Peking, weil wir abends in die Oper wollen. Leider werden wir zu spät abgeholt, so dass wir den Anfang der Oper verpassen. Weil es ein fakultatives Zusatzangebot ist, das wir extra zahlen mussten, ärgert mich das besonders. Der Veranstalter hatte uns einen Fahrservice bestellt, und dieser hatte wohl den Namen des Hotels falsch verstanden, wie sich hinterher herausgestellt hat.

Tag 4: Verbotene Stadt und Weiterfahrt nach Xi’an

Am vierten Tag unserer China Rundreise steht der Kaiserpalast, besser bekannt als Verbotene Stadt, auf dem Programm. Seine wunderschöne Architektur hinterlässt einen tiefen Eindruck auf uns. Sie ist einer der Gründe, warum ich immer nach China wollte. Alles ist sehr prunkvoll, vor allem die Innenräume mit viel Rot und Gold und den filigranen asiatischen Mustern, die ich so gerne mag. Danach geht es weiter zu einem weiteren Wahrzeichen Pekings, dem Himmelstempel. Dieser ist ein materieller Ausdruck des chinesischen Konzepts der Beziehungen zwischen Himmel und Erde und deshalb ein UNESCO-Weltkulturerbe. Nach einem eindrucksvollen Tag fahren wir mit dem Nachtzug weiter nach Xi’an.

Tag 5: Mein absolutes Highlight: Die Terrakotta-Armee

Nach der Ankunft in Xi’an und einem ausgiebigen Frühstück im Hotel erwartet uns das für mich als Archäologie-Fan absolute Highlight: Die Terrakotta-Armee. Wir fahren mit dem Bus zur unterirdischen Grabanlage des ersten Kaisers von China (Qin Shihuangdis), wo auch die Armee gefunden wurde. Wir besichtigen sogar die restaurierten Bronzemodelle zweier Wagen aus dieser Epoche, die als Juwelen der Archäologie gelten. Meine Schwester ist enttäuscht, da sie sich mehr von den detailgetreuen Figuren erwartet hatte, doch ich finde die gesamte Atmosphäre faszinierend und kann den Geist und die schöpferische Kraft, welche diese Sammlung entstehen ließ bis in die Gegenwart spüren. Noch in der Nacht beschäftigte mich dieses Erlebnis in meinen Träumen.

Tag 6: Große Moschee und Flug nach Shanghai

Heute besichtigen wir Xi’an. Neben dem Platz zwischen dem Glocken- und dem Trommelturm auch die muslimische Altstadt. Hier befindet sich auch die Große Moschee, die im typischen chinesischen Tempelbaustil errichtet ist. Chinesischer Baustil und muslimischer Glaube stehen für uns Europäer irgendwie in Widerspruch. Für die Bürger von Xi’an ist diese Vermischung inzwischen normal. Der nächste Stopp unserer China Rundreise ist die Stadt Shanghai, die wir mit dem Flugzeug erreichen. Am Flughafen werden wir wieder von der Reiseleitung des Veranstalters begrüßt. Dieses Mal ist es eine zierliche Chinesin mittleren Alters, die mit einem Deutschen verheiratet ist. Mit ihrer unglaublich liebenswürdigen Art schließe ich sie sofort in mein Herz. Wir unterhalten uns eine Weile mit ihr über China und Deutschland und die vielen Unterschiede, die mir vorher gar nicht bewusst waren. Am Abend machen wir noch einen Spaziergang über den Bund, der legendären Uferpromenade und genießen das Lichtermeer der Hochhäuser.

Tag 7: Shanghai – Guilin

Heute steht einiges auf dem Programm: Ganz früh am Morgen besuchen wir den Yu-Garten (Yu Yuan) und das Teehaus. Das ist für mich typisch China und ich bin begeistert von dem einmaligen Häuschen, das auf dem Wasser zu schwimmen scheint. Natürlich wollen wir unbedingt auch an einer Teezeremonie teilnehmen und betreten das Gebäude, welches von anderen Touristen umringt war. Im Inneren war es nicht ganz so voll und der Geruch von allerlei Kräutern und Blühten wehte uns verlockend entgegen. Mit umgerechnet etwa 8,50 Euro war eine Tasse zwar über dem normalen Preis, den ich für einen Tee bezahlen würde, doch es war das eine einmalige Erfahrung und wir wären gerne noch länger im Teehaus geblieben. Doch der Jadebuddha-Tempel (Yu Fo Si) wartete schon auf uns, wo sich eine riesige Buddhafigur befindet. Ich kann es kaum glauben, dass die 2 Meter große Figur aus einem Jadestück gefertigt ist. Am späten Nachmittag fliegen wir weiter nach Guilin. Auf dem Flug macht sich der Teekonsum bemerkbar und wir erkennen, dass nicht nur uns das so geht.

Tag 8: Wunderschöne Bootsfahrt auf dem Li-Fluß

Wir fahren endlich mal mit dem Boot! Eine Fahrt über den Kunming-See zur Insel hatte leider aus zeitlichen Gründen nicht geklappt. Die Bootsfahrt ist auf dem Li-Fluß und führt uns durch die malerische Karstlandschaft. Vom Boot aus hat man den besten Blick auf die typischen kegelförmigen Berge. Auch das ist für mich China pur und ein weiteres Highlight der China Rundreise. Am Ufer grasen Kühe und auf dem Fluss begegnen uns immer wieder Einheimische in ihren schmalen Booten, die mit verschiedensten Gütern beladen sind. Die Bootsfahrt geht bis Yangshuo. Weil uns die Landschaft so gut gefällt, leihen wir uns nach der Ankunft Fahrräder und erkunden sie per Radtour. Das dauert bis zum Abend und so erleben wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang. Dieser taucht den Fluss in ein warmes Orange und die Berge heben sich nur noch als dunkle Silhouetten vom rosafarbenen Himmel ab. Einfach toll!

Tag 9: Es einmal ruhig angehen lassen…

Heute Vormittag ist nichts vom Veranstalter geplant, was wir ein bisschen schade finden. Aber wir lassen es einfach mal ruhig angehen und machen eine Wanderung am Fluss entlang. Wir kommen immer wieder an Reisfeldern vorbei, wo Einheimische arbeiten und uns freundlich zu nicken. Wir kommen uns ein bisschen vor, wie in einer anderen Zeit, so ruhig und friedlich wirkt das alles hier auf uns. Mittags fahren wir dann – diesmal mit dem Bus, mir wäre eine weitere Bootsfahrt lieber gewesen, was aber zeitlich nicht drin ist – zurück nach Guilin. Vom Fubo-Berg genießen wir das Panorama der Stadt und tauschen mit den Mitreisenden die bisherigen Eindrücke aus.

Tag 10: Am Grab des Nanyue-Königs

Wir fliegen nach Guangzhou. Sogar unsere süße Reiseleiterin fliegt mit. Das ist super! Sie hat einen unglaublichen Wissensschatz und versorgt uns beständig mit interessanten Infos zu Land, Leuten und Geschichte. Wir fragen sie nach dem Grund, weshalb das Teehaus, welches wir zwei Tage zuvor besucht hatten, nur von einer Brücke aus erreichbar war, die im Zickzack angeordnet war. Sie erklärt uns, dass dies dem Schutz vor bösen Geistern dient. Diese können sich nämlich nur geradeaus fortbewegen.
Nach dem Flug steht Geschichte auf dem Programm unserer China Rundeise. Erst geht es zur Grabanlage des Nanyue-Königs und dann zum Ahnentempel der Familie Chen. Die Schnitzereien an der Fassade und am Dach, die bunt bemalt sind, sind wirklich bemerkenswert.

Tag 11: Hongkong erleben

Am Vormittag fahren wir weiter nach Hongkong – wieder mit dem Schiff durch den Zhu Jiang. Leider fährt unsere Reiseleiterin dieses Mal nicht mit. Nach zwei Stunden auf dem Fluss mit erneut wunderschönen Eindrücken von der Landschaft erreichen wir Hongkong und werden sofort zum Hotel gebracht. Nachmittags wartet die Stadtrundfahrt mit einem Bus auf uns. Es ist ein kleiner Bus, in dem 20 Personen Platz finden – genauso viele, wie unsere Reisegruppe zählt, deswegen sind keine Fremden mit im Bus. Weil dies ein Angebot eines lokalen Veranstalters ist, haben wir keinen deutschen Reiseleiter. Das ist sehr schade, weil der Reiseleiter schlecht zu verstehen ist. Mit zwei Pärchen, die in unserem Alter sind und denen wir uns währen der Reise immer wieder angeschlossen haben, lassen wir den Abend mit netten Gesprächen in einer kleinen Bar ausklingen.

Tag 12: Zurück nach Hause

Nach mehr als 10 Tagen mit unvergesslichen Eindrücken fliegen wir zurück in die Heimat.

Mein Fazit unserer China Rundreise mit dem Rundreisen-Team:
Im Großen und Ganzen war es eine schöne Reise, die gut organisiert war. Essen war immer super und alle Hotels waren in Ordnung. Allerdings gab es ein paar Kleinigkeiten und ein großes Malheur mit der Peking-Oper, die man einfach besser hätte planen können.

Von Sandra L.




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